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Ratgeber

Richtige Auswahl

Fenster sind Produkte mit sehr langem Lebenszyklus. Grundsätzlich werden sie mit dem Ziel gekauft, sie über einen Zeitraum von 30 bis 40 Jahren zu beanspruchen. Deren Austausch wird mit größeren Sanierungsarbeiten verbunden. Solch eine Investition lässt keinen Spielraum für Fehler und Nacharbeiten übrig. Man sollte es sich sehr gut überlegen, bevor man die Auswahl trifft. Zumal, dass die richtige Wahl des optimalen Systems für Fensterrahmen sehr kompliziert  ist – auch für die Profis. Der Bauherr trifft auf dem Markt viele, unmöglich zu verifizierende und nicht selten miteinander widersprüchliche Informationen über Vor- und Nachteile von verschiedenen Systemen. Die meisten haben reinen Marketingcharakter und manchmal sind absichtlich irreführend. Des Weiteren ist die Prüfung der Eigenschaften der benutzten Profile am fertigen Fenster praktisch unmöglich. Wie kommt man in dieser Situation zurecht?

Wärmedurchlässigkeit

Die Energieersparnis ist ein beliebtes Diskussionsthema zwischen den Bauherren und Fensterverkäufern.
Wir versuchen zu erläutern, was ist und wozu nützt die Kenntnis über dem ein wenig geheimnisvollen Wärmedurchgangs-Koeffizienten und wie er in jedem Fenster entsteht.

Zu Beginn erläutern wir, was ist der Wärmedurchgangskoeffizient.

Am einfachsten lässt sich ihn beschreiben als Größe, die beschreibt, die Menge der Wärme, die ein Quadratmeter des Fensters in festgelegten Bedingungen verliert, wenn die Differenz zwischen der Außen- und Innenumwelt 1 * K (1°C) beträgt. Die Einheit des Wärmedurchgangs-Koeffizienten ist W/m2 *K.

Je niedriger, errechnet in den Untersuchungen für konkrete Fensterkonstruktion der Uw – Wärmedurchgangskoeffizient, ausgedrückt  in W/m2 * K, desto besser schützt uns das Fenster von unerwünschten Wärmeverlusten.

Gemäß geltenden Vorschriften soll der maximale Wert des Uw-  Wärmedurchgangs-Koeffizienten für Fenster in Wohngebäuden:
- für Gebäude, für denen die Baugenehmigung vor 31.12.2008 erlassen wurde 
Uw <  -2,6 W/m2 * K
- für Gebäude, für denen die Baugenehmigung nach 01.01.2009 erlassen wurde
Uw <  -1,7 W/m2 * K

betragen.

Wir wissen bereits, was der Wärmedurchgangskoeffizient ist, wir kennen seine maximale für Fenster zulässige Werte. Wir möchten nun zum wichtigsten Punkt übergehen. Lohnt es sich, für jeden 0,1 dieses Koeffizienten zu zahlen, sich mit dem Wissen über die Verglasung, Kammer und ähnlichen Fensterwunderlichkeiten  schwer zu machen ?
Praktische Anwendung des Wärmedurchgangskoeffizienten erlaubt den Bauherren vor allem die Frage zu beantworten, ob das Fenster von bekanntem  Wärmedurchgangskoeffizienten und bestimmter Fläche in bestimmter Zeit und bei bestimmter Differenz der Außen- und Innentemperaturen vor Energieverlusten bei der Beheizung der Räume schützen wird.

Bei bekanntem Preis für 1 kWh der Energie lässt sich einfach errechnen, wie viel Bauherren-Geld durch erworbene Fenster nicht sinnlos fließt.

Zum Spaß und zu diesem Zweck, damit die Bauherren besser verstehen, worum es geht, errechnen wir jetzt wie 0,1 des Uw- Wärmedurchgangskoeffizienten auf Bauherren-Geldbörsen umgesetzt werden kann, oder mit anderen Worten, wie viel Sie sparen, indem Sie für jeden 0,1 des Uw- Wärmedurchgangskoeffizienten kämpfen und dafür nicht kleine Geldmengen zahlen.
Angenommen, Ihr Fenster hat den Uw- Wärmedurchgangskoeffizient Uw = 0,1 W/m2*K, Fläche von 1 m2, die Temperaturdifferenz zwischen außen und innen beträgt im Schnitt 20 °C in der ganzen Heizungssaison, die Heizungssaison dauert 4800 Stunden und der Preis für 1kWh Energie betrögt 0,45 Zl.

Die Energie-Menge W = 0,1*1*20*4800 = 9600 = 9,6 kWh = 9,6*0,45 = 4,32 Zl

Diese Errechnung zeigt den Wert, den der Bauherr auf dem Kampf für ... 0,1 W/m2*K für jeden 1 m2 Fenster bei durch uns angenommenen Bedingungen erzielt. Sie sagen jetzt bestimmt, dass 4,32 Zl eine komische Summe ist!
Vorsicht mit voreiligen Schlußfolgerungen!
Wir haben doch lediglich den Wert um 0,1 herabgesetzt, und wenn wir den Uw- Wärmedurchgangskoeffizient um weitere 0,5 herabsetzen ?
Und die Fensterfläche? 
In einer durchschnittlichen 3-Zimmer-Wohnung haben die Fenster eine Fläche von 13 m2 und in einem Einfamilienhaus sogar ca. 25 m2!
Die Herabsetzung des Uw- Wärmedurchgangskoeffizienten um 0,1 für 13 m2 der Fenster bedeutet einen Gewinn von 56,16 Zl im Jahr.
Die Herabsetzung des Uw- Wärmedurchgangskoeffizienten um 0,1 für 25 m2 der Fenster bedeutet einen Gewinn von 108 Zl jährlich.

Wenn Sie, unser lieber Bauherr mit einem kleinen Einfamilienhaus die Entscheidung treffen, dass statt der Fenster von Uw- Wärmedurchgangskoeffizienten U=1,7 die Fenster von U=0,8 einzusetzen, bezahlen Sie mit Sicherheit mehr für die Fenster, allerdings im Gegenzug sparen Sie jährlich bei den Heizungsrechnungen ca. 1000 Zl.

Energiesparenden Bauherren wünschen wir an dieser Stelle nette Errechnungen und vor allem möchten wir Sie ermutigen, die Angelegenheit sich über den Kopf gehen zu lassen und die Entscheidung zu treffen, ob es sich lohnt für niedrige Uw- Werte Ihrer Fenster zu kämpfen.